Metamorphose

Kreischende Stille
durchdringt wie
dunkles Leuchten
die blinde Nacht

ein Schatten
noch ganz warm
hüllt mich ein

bring mich heim

Fee.

Vom Chaos zur Ordnung

Ich bin ja durchaus ein etwas grübeliges Wesen und in letzter Zeit grübele ich wieder etwas mehr.
Ich versuche mein Kopf-Chaos wieder in den Griff zu bekommen. Befürchte aber, dass das Rumgrübeln da eher noch mehr Chaos anrichtet als es sollte – quasi, der Schuss geht nach hinten los.
Chaos ist ja angeblich für Kreativität nicht so verkehrt – aber wie schon mal erwähnt, brennt das Kreative momentan arg auf Sparflamme. Und ich renne da wohl auch wieder dem Perfektionismus hinterher.
Ja ja, ich weiß – warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Aber auch das bin ich 🙂
Und perfekt gibt es ja auch nicht.
Ist schon eine gute Weil her, aber ein lieber Mensch beschrieb mich mal ganz knapp mit den Worten
„gewissenhaft, teils penibel, mitunter (sehr) leidenschaftlich“
und
„gelassene weitsichtige Lebenserfahrung“
Was ich kommentarlos genau so unterschreiben würde, denn es trifft den Nagel auf den Kopf.
Vielleicht sollte ich diesmal mit weniger Leidenschaft da ran gehen?
Penibel und Chaos – das sind zwei Gegensätze. Ich frage mich eben, ob die sich eigentlich zwingend im Weg stehen müssen oder ob es auch nebeneinander geht?
Das wäre natürlich ziemlich genial.

Fee
11.02.2017

Du machst, was ich will

Du bist schwarz und liegst hier vor mir. Es gibt dich auch noch in anderen Farben. Aber Schwarz, das hat was. Ich kann auf dir herum hacken, wie ich es will – ich hacke diese vielen stummen Wörter in dich hinein. Du hörst sie nicht. Du nimmst es einfach hin, dass ich dir hier lautlos alles sage. Du bist selber so stumm und sprichst nicht mit mir. Du bist aber auch so was von taub. Und du reagierst noch nicht mal, wenn ich dich wütend ausschimpfe. Du lässt das alles über dich ergehen. Gefühllos, regungslos. Du Ding, mit deinen etlichen Ecken und Kanten.

Ja genau, du hast keine Wahl, du machst das, was ich will. Du bist so willenlos. Es bleibt dir ja auch nichts anderes übrig. Wenn du streikst, dann werfe ich dich aus dem Fenster raus. Du blödes Ding! Du hast unter meinen Fingern nach zu geben! An Tagen, an denen mein Kopf nicht weiß, was er will und meine Finger nicht wissen, was der Kopf von ihnen will, an diesen Tagen kommt aus dir nur ein Buchstabeneinerlei. Dann macht es keinen Sinn, auf dir herum zu hacken.

Und wenn ich hier nur Buchstabensalat zu Stande bringe oder mich vertippe, dann lachst du mir lautlos und schäbig ins Gesicht. Dann zuckt dein unsichtbarer Zeigefinger in meine Richtung und du lachst mich heimlich aus in deinen innersten Drähtchenwindungen und gibst mir zu verstehen, dass ich allein Schuld bin an dem Buchstabendesaster, welches ich gerade hier verzapfe. Du freust dir einen Ast. Du mieses kleines Buchstabendings.

Aber im Normalfall, dann wenn alles so läuft, wie es laufen soll, dann bezwinge ich dich. Dann hab ich die Macht über dich und du kannst nicht anders, dann gibst du unter mir nach, weil ich das Sagen habe und ich gebe an, was du machen sollst. Und dann zuckst du unter meinen Fingern.

Ich bin hier der Chef – ja, und was bist du?

 

 

Meine Computertastatur!

 

Fee

21.05.2012

Vergangenheitssommer

In jenem Sommer, als die Vergangenheit anfing
als dein Lachen nicht mehr wie Reklame strahlte
der Schleier deiner Nähe mich nimmer zudeckte
und unsere Herzen aufhörten Morsezeichen zu klopfen

Der Herbst brachte den Regen und Erinnerungen perlten ab
Statt deiner Nähe deckte mich nun kalter Nebel zu
das Vergessen wurd zitronig süß und zart schmelzend wie Sorbet

Der Winter kam und fror dein Reklamelächeln meiner Erinnerung ein
hinderte mein Vergessen an das Herzklopfen

Als der Frühling wieder kam, gab es Küsse als Dessert von Jemand anderem

 
Fee
15.03.2015

Farbklecks

Nach 10stündiger Fahrt kommen wir an unserem Urlaubsort an.
Wir fahren am schief stehen Ortsschild vorbei. Welches uns verkündet, dass wir nun in Vasia angekommen sind, 385 Meter über dem Meer. Und uns in der mittelalterlichen Grafschaft Pietralata herzlich willkommen heißt.
Wenige Meter weiter der Kirchplatz. Ein großer Baum und ein wackliger Zaun grenzen den Raum zur Straße ab. Eine Bank lädt zum Sitzen ein. Drei vier Afrikaner haben es sich da bequem gemacht. Noch eine handvoll mehr sitzt auf den Stufen vor der Kirche.
Am Zaun wenige Parkplätze. Einen belegen wir. Die anderen sind frei. An der Häuserwand gegenüber parkt ein kleiner Polizei Fiat. Könnte ein Panda sein. Scheint fast so, als ob der nicht viel bewegt wird.

Wir steigen aus. Strecken unsere vom Sitzen steif gewordenen Körper.

Einer der Afrikaner beugt sich Richtung Nummernschild und fragt auf Englisch wo wir her kommen.
Wir kommen mit ihnen ins Gespräch. Beantworten ihre Frage nach unserer Herkunft und dass wir hier unseren Urlaub verbringen.
Beim Wort Germany geht ihnen ein Lächeln übers Gesicht.

Unsere Vermieter kommen uns entgegen. Überreichen uns nach der Begrüßung den Schlüssel und bitten uns, erst mit ihnen zu Fuß zum Haus zu gehen. Irgendwie funktioniert die Verständigung mit den wenigen Brocken Italienisch, die wir begreifen. Ansonsten gilt: Reden in „Zeichensprache“ mit Händen und Füßen. Sie kein Deutsch oder Englisch, wir kein Italienisch.
Von den Afrikanern verabschieden wir uns kurz und folgen wie gesagt unseren Vermietern.
Der Weg zum Haus ist wenige Zentimeter breiter als unser Auto, wie wir später feststellen werden. Verfahren ist unmöglich, so viel steht fest. Es geht immer geradeaus.
Am Haus angekommen, zeigen sie uns den Parkplatz zwischen zwei mächtigen Olivenbäumen, zeigen uns im Haus wo alles zu finden ist und wünschen uns schöne Ferien.

Wir schauen uns selber noch mal kurz um und gehen dann zurück, um das Auto zu holen. Sprechen kurz mit den Afrikanern. Verabschieden uns von ihnen und steigen ins Auto. Vor der Engstelle lässt mich Pascal raus. Ich laufe quasi rückwärts weiter und mache den„Follow me“ für ihn. Oh Gott, stellenweise ist echt knapp Platz. Am „Hoftor“ hängen die Olivenzweige schier bis zum Boden. Dieses Quietschen der Zweige über Lack und Frontscheibe hab ich später – dann schon längst daheim – immer noch im Ohr.

Am nächsten Tag drehen wir eine Runde durch den Ort. Wer nur einmal quer durchlaufen mag, ist in zwanzig Minuten fertig. Enge aber heimelige Gassen.

Und wenn wir uns in Deutschland fragen, wozu es Autos wie den Fiat Panda 4×4 gibt, also winzig klein aber mit Allrad, dann wissen wir es seit diesem Urlaub und den hiesigen Bergstraßen.

Nach der Ortsrunde beschließen wir, nach Imperia runter zu fahren. Am Kirchplatz vorbeifahrend, winken uns mit einem breiten Lachen im Gesicht die Afrikaner zu. Wir winken zurück.
Als wir abends von Imperia zurück kommen und zu unserem Steinhäuschen fahren, wiederholt sich ihr und unser Winken.

Nach dem Abendessen machen wir es uns erst im kleinen Garten gemütlich. Benedikt verabschiedet sich, er will sich den Ort anschauen. Nun denn, zum Verlaufen taugt der Ort nicht.
Später nach dem Aufräumen in der Küche, packen wir unsere Mülltüte und bringen sie zu einem der Container am Ortsrand.
Als wir den noch aktiven Dorfwaschplatz hinter uns lassen, fällt mir auf dem Kirchplatz zwischen dem ganzen Schwarz so ein heller türkisblauer Fleck auf, der einem Fußball (oder was davon noch übrig ist) hinterherläuft. Das kann ja nur unser Kind sein.
Wir bringen unsere Mülltüte erst mal weg. Gesellen uns dann dazu und werden wie alte Bekannte fröhlich mit Handschlag begrüßt.

Ihr Pidgin Englisch ist etwas gewöhnungsbedürftig. Das klingt in unseren Ohren wohl genau so fremd, wie ihnen unser nicht akzentfreies Englisch wahrscheinlich auch.
Aber man sieht ihnen die Freude an, da ist jemand, mit denen sie sich auf Englisch unterhalten können. Sie kommen aus Nigeria. Sind erst wenige Wochen in Vasia. Geflüchtet vor Boko Haram. Haben keine Ahnung wie es weiter geht. Die italienischen Mühlen mahlen wohl noch langsamer als unsere deutschen.
Keiner da, der mit ihnen Englisch sprechen kann. Ein Schweizer, der seine eigene Ferienimmobilie in Kirchplatznähe hat, nimmt sich ihrer an und versucht ihnen einige Wörter Italienisch beizubringen. Wie sie uns an einem anderen Abend erzählen.
Abwechslung haben sie hier oben keine. Es fährt zweimal am Tag ein Bus nach Imperia. In Vasia ist nichts. Fast nichts. Nur ein winziges Lädchen, welches morgens früh zwei Stunden offen hat. Da kann man seine Lebensmittel quasi vorbestellen und dann morgens abholen.
Ich sag ja, Bergdorf am Arsch der Welt. Ca. 400 Einwohner, im Sommer noch einige Touristen. Der nächste Ort auf der anderen Talseite am nächsten Berg. Oder Imperia unten an der Küste.

Wenn Benedikt in den nächsten Tagen sagen wird, er ginge raus, – und das war täglich – wussten wir, wo wir ihn finden werden. Es war immer der helle Fleck auf dem Kirchplatz. Fröhlich lachend inmitten der Nigerianer. Und wenn er mit seinen zwei Jahren Schulenglisch nicht weiter kam, dann half schon mal Zeichensprache. Aber die Verständigung klappte immer.

Wenn ich an diesen Urlaub zurück denke, dann hab ich in den meisten Fällen unsere Ankunft vor Augen.
Die ersten Leute, denen wir im Ort begegneten und mit denen wir in Kontakt kamen, waren nigerianische Flüchtlinge. Offen, freundlich und lebensfroh trotz allem. Es wurde zur Gewohnheit, dass wir uns zuwinkten, wenn wir am Kirchplatz vorbeifuhren. Dass wir zusammen quatschen, wenn wir unser Auto dort abstellten, oder wenn wir auf unseren Spaziergängen am Kirchplatz vorbeikamen. Wir versuchten ihnen via GoogleMaps auf dem Smartphone auf ihr Nachfragen zu zeigen, wo in etwa wir herkamen. Sie kannten nur eine deutsche Stadt namentlich. Ich hab mir den Stadtnamen aber nicht gemerkt.
An unserem letzten Abend in Vasia verabschiedeten wir uns von ihnen und wünschten ihnen viel Glück auf dem weiteren Weg.
Manchmal frag ich mich doch, wo es sie wohl hingeführt hat und was aus ihnen geworden ist.

Ich habe Benedikt an diesem zweiten Abend vor Augen, ein fröhlich hüpfender türkisblauer Punkt, der mit den Nigerianern vor der Kirche Fußball spielt.

Das Kind, welchem noch in der 1. Klasse ein Mangel an Sozialkompetenz nachgesagt wurde. Welches angeblich kontaktscheu und kommunikationsgestört war und in seiner eigenen Welt zu leben schien. Wie es seine Lehrerin damals formulierte.
Und jetzt das Kind, welches selbstbewusst da steht, keine Angst und Scheu zeigt und in eine ganz andere fremde aber reale Welt eintaucht.

 

Fee. 26.03.2016

 

Italienische Impressionen oder: Fahren auf italienisch

Der kleine Ort Vasia, ein beschauliches ligurisches Bergdörfchen, klebt so ca. 400 Meter über dem Meeresspiegel am Berghang. Schachtelähnlich stapeln sich die Häuser am Hang übereinander. Umgeben von Olivenbäumen, die im Sonnenlicht silbrig grün schimmern.
Hier oben ist Urlaub unplugged. Unten an der Küste pulsiert das Leben. Imposant erhebt sich am Horizont der mittelalterliche Stadthügel von Porto Maurizio mit seinen schmalen labyrinthähnlichen Gassen.
Die einzige Dauerbeschallung hier oben in den Olivenhainen sind die Zikaden. Das endlose Zirpen begleitet einen von morgens bis abends. Und noch später am Abend unterhalten sich die Dörfler von Haustür zu Haustür oder über die offenen Fenster. Hier geht das Leben erst spät am Tag los.

So abgeschieden es hier oben sein mag, so turbulent geht es unten in den Küstenorten zu. Vor allem im italienischen Straßenverkehr, an den wir uns noch gewöhnen müssen.

Zwischen den Ortschaften kommt man zwar sehr gut voran, aber wehe man ist dann mal mitten drin.

Benedikt hat ja schon daheim fest gestellt, dass wir von unserem Urlaubsort nur ca. 70 km von Monaco entfernt sind und sein Wunsch lautet: „Ich will da hin!“

Wir machen an dem einen Morgen etwas zügiger, denn der Tag kann lang werden.
Von Vasia den Berg runter nach Imperia und bis San Remo kommen wir gut durch. Alles total unspektakulär. Ich hoffe immer nur, dass uns auf der Strecke von Vasia runter nie etwas entgegen kommt, was breiter ist als eines der Piaggios. Es könnte sonst sehr eng werden.

In San Remo wird unsere Geduld schon mal fürs Erste getestet. Stoßstange steht an Stoßstange in beiden Fahrtrichtungen. Rien ne va plus.
Und wenn wir es bis dahin noch nicht wussten, warum jeder fahrtüchtige Italiener eine Vespa fährt, wenn er nicht gerade im Auto sitzt … dann wissen wir es Jetzt!
Mit der Vespa kommt man vorwärts! Die Vespa passt rechts zwischen Auto und Gehweg. Die Vespa passt auch links zwischen Auto und Gegenverkehr. Dass die Vespa im Gegenverkehr das genau so sieht ist hier wohl the way of living.
Was nicht passt, wird passend gemacht.
Wir staunen, sind aber ganz relaxt in unserem Auto. Noch. Denn die Geduld ist so eine Sache, wenn man vorwärts kommen möchte. Unser Musik spendender Zufallsgenerator via Smartphone schmettert über die Lautsprecher „Tage wie dieser“ –

Nun denn – da alles sehr langsam geht, haben wir genug Zeit uns aus dem Autofenster am morbiden Charme San Remos der vergangenen Tage zu ergötzen. Die mondänen Hotels und Villen des europäischen Adels, der Schönen und Reichen aus vergangener Zeiten stehen leer, verfallen immer mehr oder sind mit Schildern versehen „ZU VERKAUFEN“. Verblasste Noblesse. Dornröschenschlaf. Manches ist aber recht gut erhalten und gibt Instituten oder Museen ein Zuhause, wie z.B. die Villa Nobel.

Mit Klassikklängen kommen wir so langsam aus San Remo raus. Es geht etwas flotter bis wir in Ventimiglia ankommen.

Die Rollenden Steine schmettern „I can’t get no satisfaction“.

Laut Reiseführer ist Ventimiglia eine hektische Grenzstadt, in deren Neustadt der Durchgangsverkehr tobt. Ok, damit sind wir vorgewarnt.
Wenn wir dachten, schlimmer als San Remo kann es nicht mehr werden, sollten wir hier in Ventimiglia erfahren, dass es doch noch schlimmer geht.
Und nein, ich bin nicht fassungslos, ich staune nur, was alles so möglich ist.
Auf die Uhr schau ich jetzt nicht. Es graust mir sonst nur. Denn so wie es aussieht sind wir noch lange nicht in Monaco – obwohl dieses Fleckchen Erde fast zum Greifen nah ist.

Wie viele Fahrzeuge passen nebeneinander in einen zweispurigen Kreisel? In Ventimiglia auf jeden Fall vier. Zwei Autos und zwei Vespas. Diese fiesen frechen Dinger, quetschen sich vorwärts, wo die Autos einfach das Nachsehen haben und stehen müssen.

Während dessen krächzt Mister Frank Sinatra „Come fly with me“. Ja gerne.

Wir kommen an eine Kreuzung. Mitten auf der Kreuzung steht ein Bautrupp. Klar, dass nichts geht. Irgendwie quetscht sich jeder durch, egal ob er Vorfahrt hat oder nicht. Gibt es hier überhaupt den Begriff „Vorfahrt“? Auch hier steht alles mehrspurig. Gefühlt in alle Richtungen. Ich hätte schon längst alle meine Nerven verloren, das Lenkrad zerbissen und bin ein weiteres Mal gottfroh, dass mein Mann fährt.

Wenn ich nur mit Sinatra fliegen könnte. Es wird ein Wunsch bleiben.
In dem Moment fährt ein Bus an uns vorbei. Der hat sich eine Lücke ergattert, um voran zu kommen. Er macht links erst mal die Kreuzung dicht. Gut für uns, denn so kommen wir drei Meter weiter und können rechts in die Straße einbiegen. Einbahnstraße.

Hier reiht sich Laden an Laden. Die Schaufenster sehen alle nett aus. Die Gehwege sind genau so gut bevölkert wie die Straße dicht ist.
Weiterhin Schneckentempo angesagt. Was auch heißt, dass vor den Autos, Fußgänger munter die Straße queren. Links und rechts der Autos Fahrräder und Vespas in beide Richtungen.
Augen auf, nicht pennen, höchste Konzentration. Mich wundert gerade, dass nicht alle paar Meter ein Unfall geschieht.
Ich versuch mir dieses geordnete Verkehrschaos in Deutschland vor zu stellen. Es gäbe nichts Gutes, glaube ich.

Mir fliegt die Idee durch den Kopf, eigentlich könnt frau ja nun aussteigen und gemütlich shoppen gehen. Wahrscheinlich reichte die Zeit noch für einen Café. Und am Ende hätte ich immer noch Zeit und wäre dennoch vor meinem Chaffeur am Ende der Stau-Straße.

So langsam kommt dann doch die französische Grenze in Sichtweite. Monaco ist nah und vom Rücksitz stöhnt das Kind „Na endlich“.

70 km in über zwei Stunden. Genug Zeit für das Sammeln von Eindrücken über die italienische Fahrweise.
Auf den paar Kilometern durch Frankreich geht es schon fast gesittet zu.
Wir stellen unser Auto am Rand von Monaco ab und gehen zu Fuß weiter.

Pascal und ich kannten Monaco schon von einer früheren Südfrankreichreise. Benedikt staunt ungläubig als wir durch den Renntunnel gehen.
„Und hier fährt die Formel 1?“ Er glaubt es kaum.
Eine ganz normale Straße mit ganz normalem Verkehr.

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